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Kaluga
Zu Beginn der 1960er Jahre entwickelte die Maschinenfabrik Kaluga in Russland als stärkere Ausführung und Weiterentwicklung zur gleichzeitig ausgelieferten Rangierlokomotive TGK die zweiachsigen Diesellokomotive TGK 2 mit hydraulischer Kraftübertragung. Die robusten und bis zu maximal 60 km/h schnellen Maschinen waren für den Einsatz auf Gleisen von Industrieunternehmen bestimmt. Die Rangier- und Industrielokomotive wurde in verschiedenen Serien und Ausführungen zwischen 1960 und 2008 in einer Anzahl von über 9.000 Exemplaren hergestellt. Neben der Inlandsvariante TGK 2-M wurde auch die Exportvariante TGK 2-E produziert. (Quelle: PIKO)

Nach einem Beschluß des RGW (Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe - Wirtschaftvereinigung der Ostblockstaaten) hatte die DDR in den 1970er-Jahren die Entwicklung im Diesellokomotivbau weitgehendst einzustellen. Als Konsequenz aus diesem Beschluß wurden ab 1977 auch für die DDR Dieselrangierlokomotiven des weiterentwickelten Exporttyps TGK 2-E 1 beschafft.

Die 250 PS starken, dieselhydraulische Lokomotiven waren im gesamten osteuropäischen Wirtschaftsraum anzutreffen. Interessanterweise wurden anscheinend für jedes Land eigene Nummernkreise vergeben. Beleg für diese Vermutung ist die Tatsache, daß in Tschechien angetroffene Lokomotiven andere (kyrillische) Nummern tragen als die Maschinen in der DDR. Auch bei mindestens einer Maschine, die von der sowjetischen Armee in Ostdeutschland eingesetzt wurde, ist eine eigene, kyrillische Fabriknummer bekannt.

Der Import in die DDR erfolgte über staatliche Stellen. Eine offizielle Aufstellung über die importierten Fahrzeuge und die Erstempfänger ist bisher nicht bekannt. Es kann davon ausgegangen werden, daß 184 Maschinen (höchste bekannte Fabriknummer) in die DDR importiert wurden.

Bedingt durch mangelnde Wartung und Ersatzteilversorgung sowie die politischen Entwicklungen kamen viele Fahrzeuge nur sehr kurz oder gar nicht in der DDR zum Einsatz.

Eine einstellige Stückzahl ist heute noch bei Werkbahnen im Osten Deutschlands vorhanden. Noch wenige davon stehen noch regelmäßig im Einsatz. Mittlerweile befinden sich rund ein Dutzend Fahrzeuge bei Museumsbahnen.

Typenzeichnung

Technische Daten
Fahrzeug 
Spurweite 1435 mm
Bauart B-dh
Länge über Puffer 8.360 mm
Achsstand 3.200 mm
größte Breite
größte Höhe über Schienenoberkante 2.700 mm
Raddurchmesser neu 900 mm
kleinster befahrbarer Gleisbogen
Dienstgewicht 24 t
Achslast 12 t
Kraftstoffvorrat 630 l
  
Motor 
Hersteller
Typ Y1 D6 - 250 TK
Bauart 4-Takt Dieselmotor
Leistung 250 PS (182 kW)
Drehzahl
  
Getriebe 
Hersteller
Typ
Bauart hydrodynamisches Strömungsgetriebe
Höchstgeschwindigkeit 30 km/h
  
Baujahre* 1978 - 1989
gebaute Stückzahl* 184

Lieferlisten