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VEB Mansfeld Kombinat »Wilhelm Pieck«, Lutherstadt Eisleben
Der Abbau von Kupferschiefer und dessen Verarbeitung zu Kupfer sind im Mansfelder Raum (Gebiet um Mansfeld, Eisleben und Sangerhausen im östlichen Harzvorland) bereits seit 1200 belegt.

1852 schlossen sich fünf Mansfelder Kupfergewerkschaften zur Mansfeldschen Kupferschieferbauenden Gewerkschaft zusammen. Am 18.10.1921 wurde die Gewerkschaft in die Mansfeld AG mit einem Grundkapital von 880.000 Mark umgewandelt.

Der Kupferschiefer wurde im Tiefbau abgebaut und in Kupferhütten weiterverarbeitet. Zum Transport des Erzes von den Schächten zu den Hütten wurde 1878 mit dem Bau einer Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 750 mm begonnen. 1880 wurde das erste Teilstück der Mansfelder Bergwerksbahn bei Hettstedt in Betrieb genommen.

Die Verhüttung (sprich: das Einschmelzen des Schiefers) fand unter Einsatz großen Menges Brennstoff und einem großen Anfall an Schlacke in so genannten Rohhütten statt. Ursprünglich an verschiedenen Stellen errichtet, konzentrierte sich die Verhüttung ab 1913 auf zwei Standorte:

- Krughütte (ab 1950 Karl-Liebknecht-Hütte)
- Kochhütte (ab 1950 August-Bebel-Hütte)

Die Hütten hatten neben dem Anschluss an die Bergwerksbahn noch interne 500 mm-Schmalspurnetze. Während die Aschebahnen in der ursprünglichen Spurbreite bestehen blieben, wurden die Schlackebahnen nach Produktionsteigerungen in den Hütten auf 1000 mm umgestellt, um die notwendigen Kapazitäten zur Verfügung stellen zu können. Beide Hütten verfügten auch über normalspurige Anschlussgleise.