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Bestandsentwicklung ab 1971
Die Übernahme der HOAG-Werkbahn, die zahlreiche Fahrzeugzugänge mit sich brachte, und die kontinuierliche Beschaffung von vierachsigen Elektrolokomotiven, die zu einer Überschneidung mit bereits belegten Betriebsnummern führte, zwang zu einer Neugliederung des Betriebsnummernsystems bei EH. Dabei wurde nach Traktionsarten wie folgt unterteilt:

Nummernkreis Beschreibung
000 Elektrolokomotiven, zweiachsig und vierachsig
100 Elektrolokomotiven, vierachsig, Zweikraft (Hilfsdiesel)
200 Diesellokomotiven
300 Dienstfahrzeuge
400 Lokomotiven der Thyssen Stahl AG (Verschub am Stahlwerk Bruckhausen - Oxygenstahlwerk I)

Nachfolgend wird die Bestandsentwicklung ab 01.01.1971 betrachtet.

Mit der Integration des HOAG-Werkbahnbetriebes erreichte das EH-Streckennetz mit 885 km seine größte Ausdehnung. Der erst 1971 abgeschlossenen Beschaffung von insgesamt 65 leistungsfähigen vierachsigen Elektrolokomotiven mit Hilfsdiesel und dem modernen Diesellokpark der ehemaligen HOAG-Werkbahn standen zahlreiche alte Elektrolokomotiven mit Hilfsenergieversorgung aus mitgeführten Batterien gegenüber.

Der bis Anfang der 1970er Jahre andauernden Hochkonjunktur folgten rapide Einbrüche in der Stahlproduktion mit verbundenem starken Rückgang der Transportleistungen. Stilllegung von Werksteilen und Modernisierung von Produktionsbetrieben mit optimiertem, nicht-schienengebundenem Materialtransport ließen die Tonnagen weiter einbrechen. Trotz der Ausmusterung des Altmaterials hielten sich in den folgenden Jahren die Neubeschaffungen im Bereich des Fuhrparks in engen Grenzen. Noch zu Zeiten der Hochkonjunktur wurden 7 1060 PS leistenden Drehgestell-Diesellokomotiven von Krauss-Maffei angeschafft. Es handelt sich dabei um die ersten serienmäßig und Funkfernsteuerung ausgestatteten Fahrzeuge. 1977 folgten sechs moderne, mit Drehstromtechnik ausgestattete Drehgesellt-Elloks von Henschel. Zur gleichen Zeit wurden einige Fahrzeuge für den Baubereich neu angeschafft.

Die Übernahme der Werkbahn von Thyssen Niederrhein, Werk Hochfeld, im Jahr 1987 brachte den Zugang von vier ca. 25 Jahre alten 500 PS-C-Kupplern von Henschel, die aber nur noch wenige Jahre eingesetzt wurden.