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ÖBB - Österreichische Bundesbahnen
Für die Österreichischen Bundesbahnen wurden eine Vielzahl unterschiedlichster Rangierlokomotiven entwickelt. Wir werden nach und nach die Baureihen hier vorstellen und präsentieren. Neben den reinen Rangierlokomotiven wird auch die eine oder andere Streckendiesellok genauer dargestellt.

Zum 01.04.1954 führten die ÖBB ein neues Nummernschema ein. Danach teilten sich die Elektro- und Diesellokomotiven wie unten aufgelistet auf. Darunter sind nur die Baureihen aufgeführt, die auf www.rangierdiesel.de oder anderen Seiten des lok-datenbank-Verbundes porträtiert werden!


Baureihenübersicht
Reihe Betriebsnummer Bauart Anzahl Bauzeit Hersteller Bemerkung
 
1 Elektrische Lokomotiven
 
1001 - 1019 Schnellzuglok
 
1020 - 1039 Güterzuglok
 
1040 - 1059 Lok für gemischte Verwendung
 
1060 - 1069 Verschublok
1063 1060.01 - 1063 050-7 Bo'Bo'-el 50 1983 - 1991 SGP
1163 1163 001-9 - 1163 020-9 Bo'Bo'-el 20 1994 - 1995 SGP
1064 1064.01 - 1064 010-9 Bo'Bo'-el 10 1984 - 1990 SGP
1067 1067.01 - 1067.05 C-eh 5 1962 / 1964 - 1965 Jenbacher Elektro-hydraulische Kraftübertragung
 
1070 - 1089 ältere österr. Lokomotivreihen
 
1090 - 1099 Schmalspurlok
 
 
2 Diesellokomotiven
 
2001 - 2019 Schnellzuglok über 2000 PS
2016 2016 001 - 2016 100 Bo'Bo'-de 100 2002 - 2004 Siemens "Herkules", siehe www.mainlinediesel.net
 
2020 - 2039 Güterzuglok über 2000 PS
2020 2020.01 Bo'Bo'-de 1 1961 SGP Prototyp 2000 PS-Streckendiesellok
 
2040 - 2059 Lok für gemischte Verwendung 1000 bis 2000 PS
2041 2041.01 Bo'Bo'-de 1 1962 SGP Prototyp 1250 PS-Streckendiesellok
2043(.5) 2043.(5)01 B'B'-dh 1 1962 Prototyp mit Einzelachs-Wandlern
2043 2043.01 - 2043.77 B'B'-dh 77 1964 Jenbach mit Zweitakt-Dieselmotor
2143 2143.01 - 2143.77 B'B'-dh 77 1964 SGP mit Viertakt-Dieselmotor
2045 2045.01 - 2045.20 Bo'Bo'-de 20 1952 - 1955 SGP
2048 2048 001 - 2048 034 B'B'-dh 34 (+2) 1961 - 1963 divers ehem. DB-V 100, siehe www.v100.de
2050 2050.01 - 2050.18 Bo'Bo'-de 18 1958 - 1963 Henschel auf Lizenz GM J 12
 
2060 - 2064 B-gekuppelte Lokomotive unter 1000 PS
2060 2060.01 - 2060.100 B-dh 100 1954 - 1962 Jenbach z. T. in Kleinloks umgenummert
2061 2061.01 B-dh 1 1940 Deutz ehemals Wehrmacht WR 200 B
2062 2062.01 - 2062.65 B-dh 65 1958 - 1965 Jenbach
 
2065 - 2069 C-gekuppelte Lokomotive unter 1000 PS
2065 2065.01 - 2065.03 C-dh 3 1944 / 1940 divers ehemals Wehrmacht WR 360 C
2066 / 2166 2066.01 / 2166.01 C-dh (2) 1939 / 1940 Deutz
2067 2067.01 - 2067.111 C-dh 111 1959 - 1975 SGP
2068 2068 001 - 2068 060 B'B'-dh 60 1989 - 1994 Jenbach
 
2070- 2079 D- und B'B'-gekuppelte Lokomotive unter 1000 PS
2070 2070 001 - 2070 090 B'B'-dh 90 2000 - 2004 Vossloh siehe www.loks-aus-kiel.de
 
2080- 2089 (Zahnradlok)
2085 2085.01 Dzz-dh 1 1962 SGP
 
2090 - 2099 Schmalspurlok
 

1062

1067
1961 konstruierten die Jenbacher Werke und ELIN (für den elektrischen Teil) eine neue elektrische Verschublokomotive. Der Prototyp wurde 1962 von den ÖBB als 1067.01 übernommen, in den Jahren 1964/65 folgten vier weitere Loks. Die Loks bewährten sich jedoch nicht, so dass eine Weiterbeschaffung unterblieb. Die fünf Loks wurden zwischen 1985 und 1994 ausgemustert, zwei blieben erhalten.

Das Besondere an der Baureihe 1067 ist der Antrieb: Ein Elektromotor wirkt auf ein hydraulisches Getriebe. Diese ungewöhnliche Antriebsart entstand aus der Erkenntnis, dass die beim Anfahren einer herkömmlichen Ellok auftretenden, sehr hohen Ströme zu Beschädigungen am Kollektor führen können. Dies gilt zwar prinzipiell für alle Elloks, da in Verschubbetrieb aber ständig angefahren wird und im Ablaufbetrieb mit minimalen Dauergeschwindigkeiten gefahren wird, sind Verschubloks besonders von diesem Problem betroffen - bei den Vorkriegsbaureihen 1061 und 1161 hatte man entsprechende Erfahrungen gemacht. Mit der im Diesellokbau bewährten hydraulischen Kraftübertragung wollte man dies vermeiden, da bei Benutzung eines hydraulischen Getriebes der Motor stets mit einer Mindestdrehzahl dreht, man so also die Stromstärke auf ein für den Kollektor verträgliches Maß begrenzen konnte.

Die Loks verfügten - wie die meisten Dieselloks - über ein zweistufiges Getriebe mit einem Rangiergang (vmax = 30 km/h) und einen Streckengang (vmax = 70 km/h).